Japan, Asuka-Zeit (6.-7. Jahrhundert)
Maße: 22 cm hoch
Eine vergoldete Bronze-Statue aus der Asuka-Zeit, die den "Juwelenthaler"-Kannon-Bosatsu darstellt, barfuß auf einem mit Lotusblättern verzierten Sockel stehend. Die Haare auf dem Oberkopf sind zu zwei Knoten gebunden, und er trägt ein Kebutsu (eine mit einem Buddha verzierte Krone), welches das Erkennungsmerkmal der Kannon-Bodhisattvas ist. In seinen Ohren befinden sich große, hängende Ohrringe, und sein Hals ist mit einer Perlenkette geschmückt. Auf seiner Stirn befindet sich auch ein Byakugō ("weißes, sich ringelndes Haar"), gewöhnlich in Form eines Punktes oder eines kleinen Steins, das seine Größe ausdrückt. In seinen Händen hält er ein heiliges Juwel, auch Hōju genannt, welches die Größe der erlösenden Kraft des Kannon symbolisiert. Von vorne betrachtet strebte der Schöpfer der Statue nach Symmetrie, eine Eigenschaft, die für buddhistische Statuen aus der Asuka-Zeit charakteristisch ist.
Wer sind die Kannon?
Die Kannon sind jene Bosatsu (oder Bodhisattvas), die das Mitgefühl verkünden und zu den beliebtesten und am häufigsten dargestellten Gottheiten des japanischen Buddhismus gehören. Der Kannon gewährt jedem Erlösung, der ihn um Hilfe ruft.
Asuka-Zeit
Die Asuka-Zeit ist eine entscheidende Periode in der japanischen Geschichte, da sich der Buddhismus dank des Soga-Klans im ganzen Land auszubreiten begann. Neben der Einführung des Buddhismus unterstützte der Klan die Einführung des chinesischen konfuzianistischen Modells sowohl in der Politik als auch in der Kultur. Jedoch akzeptierten nicht alle Machtgruppen die Bestrebungen des Soga-Klans; der Nakatomi-Klan, der eine wichtige Rolle in den Shinto-Religionsritualen spielte, und der militärische Mononobe-Klan kämpften über ein Jahrhundert lang gegen die neuen Strömungen.
Dank dieses gesamten historischen Ereignisses war die Kultur der Asuka-Zeit vollständig von China durchdrungen, wodurch die japanische buddhistische Bildhauerei dem Stil chinesischer Dynastien folgte, wie beispielsweise dieser Kannon-Bosatsu.