Weiße Jade-Lotusschnitzerei

China, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts

Maße: 19,5 x 12,5 cm

Eine chinesische Lotusblumen-Schnitzerei aus weißer Jade. Die Darstellung der Lotusblume ist detailreich und gibt die Anmut, Schönheit und Komplexität der Blüte wieder. Die Basis der Schnitzerei bildet die Wurzel der Blume, die sich wie ein dicker Stamm inmitten eines Gewirrs aus Ranken erstreckt. Die charakteristischen, mit Samen gefüllten Früchte und sich öffnenden Blüten der Pflanze umgeben die beiden Kraniche, die sich zwischen den Lotusblumen verbergen. Der eine Vogel beißt gerade in den Stiel einer Lotusblume, der andere tut dasselbe, nur eben im Flug von oben. Die beiden einander zugewandten Vögel sind wichtige Motive des Taoismus, die gleichzeitig Harmonie, Gleichgewicht, Unsterblichkeit, Ruhe und spirituelle Verbindung bedeuten. Der dritte Vogel ist eine Schwalbe, die Bringerin neuer Anfänge und guter Nachrichten, und versteckt sich oben auf der Schnitzerei, ruhend am Rand einer Blüte mit ausgebreiteten Flügeln. 

Aus der Sammlung von David Taylor (1876-1958) und von dort durch Erbschaft. David Taylor war ein erfolgreicher Geschäftsmann schottischer Abstammung, der in Nordirland geboren wurde. Er lebte in Belfast und besaß verschiedene Geschäftsgebäude, Läden und eine Farm. Er verfügte auch über ein beträchtliches Portfolio an Aktien und Anteilen. Diese Jade-Objekte erwarb Taylor während seiner Reisen nach Ostasien im frühen 20. Jahrhundert.