Vergoldeter Bronze-Tsongkhapa

Sino-Tibet, 18. Jahrhundert

Maße: 10,2 cm hoch

Eine vergoldete Bronze-Statue des Tsongkhapa aus dem 18. Jahrhundert. Die 10,2 cm hohe Statue stellt den berühmten tibetisch-buddhistischen Mönch Tsongkhapa dar, der nicht nur ein hervorragender Schriftsteller, Philosoph und Yogi war, sondern auch die Gründung der Gelug-Schule, auch bekannt als "Schule der Gelbmützen", mit seinem Namen verbindet.

Tsongkhapa sitzt im Padmasana (Lotussitz, bei dem beide Füße mit der Oberseite nach oben auf den Oberschenkeln ruhen) auf einem doppelten Lotussockel, der wiederum einen mit Lotusblumen verzierten Thron bildet. Er trägt die für Mönche typische traditionelle Kleidung mit zahlreichen Schichten und einfachen Mustern an den Rändern der Gewänder. Auf seinem Kopf trägt er einen sogenannten Pandita-Hut, eine spitze Kopfbedeckung, die das charakteristische Accessoire buddhistischer Mönche ist. Nicht umsonst erhielt die Gelug-Schule diesen Namen. Tsongkhapas Gesicht ist ruhig, er meditiert gerade. Beide Hände halten jeweils eine Lotusblume, während er das Dharmachakra-Mudra ("Rad der Lehre") ausführt. Der von Zeigefinger und Daumen gebildete Kreis symbolisiert die Lehre, den Kreislauf des Gesetzes Buddhas. Der Lotus wiederum steht für die spirituelle Erleuchtung.

Tsongkhapa:

Tsongkhapa war ein äußerst talentierter Schüler und späterer Lehrer, ein welterfahrener Mensch, der über ein so großes Wissen über Religion, Leben und buddhistische Philosophie verfügte, dass er zu Lebzeiten viele Anhänger hatte. Er verfasste zahlreiche Schriften, insgesamt 18 Bände. Die Grundlagen der Gelug-Schule bildeten vor allem seine Lamrim-Texte (der Pfad zur Erleuchtung) und die Lehren von der Leerheit, wodurch sie eine so große Popularität und Macht erlangte, dass so einflussreiche Persönlichkeiten wie der Dalai Lama selbst zu ihren Anhängern zählten.